Praxis für Körpertherapie und Naturheilverfahren Heilpraktikerin Brigitte Schwabe

Einleitend kann man sagen, das unsere Muskeln sich bei jeglicher Form von Überbelastung dauerhaft zusammenziehen und sogennannte Triggerpunkte, kleine Knötchen im Muskelstrang, bilden.

Triggerpunkte können Kopfschmerzen, Nacken- und Kieferschmerzen, Rückenschmerzen sowie viele Arten von Gelenkschmerzen verursachen. Sie können eine Hauptursache von Skoliosen, Bandscheibenvorfällen und Nervenwurzelkompressionen sein.  Sie sind oft mitbeteiligt bei chronischer Müdigkeit, Erschöpfung, Angststörungen und Depressionen.

Was sind Triggerpunkte?

"Trigger" kommt aus dem Englischen und heißt Auslöser. Andere Bezeichnungen sind auch Myogelosen oder Myofasciales Schmerzsyndrom.

  • Triggerpunkte sind Muskelverhärtungen, also Knötchen im Muskelstrang, die meist nur einen Durchmesser von ca. 1 mm aufweisen, aber unter Umständen auch beachtliche Größen wie die einer Walnuss erreichen können. Der Mensch besteht zu 40-60% seines Körpergewichtes aus Muskeln. Wir sind sozusagen von Muskeln und deren Faszien eingehüllt, teilweise 3-4 Schichten übereinander. Jeder unserer 630 Muskeln kann Triggerpunkte ausbilden.
  • Triggerpunkte sind druckempfindlich. Durch Druck auf das Knötchen entsteht Schmerz.
  • Charakteristische Schmerzausstrahlung:
    Typischerweise schmerzen Triggerpunkte nicht nur an der Stelle, an der sie sitzen, sondern oft an weit entfernten Gebieten. Die Triggerpunkte jedes einzelnen Muskels haben ganz charakteristische Ausstrahlungsgebiete. Außerdem übertragen Triggerpunkte Schmerzen in tiefe Gewebeschichten wie Sehnen und Gelenke.
  • Der japanische Forscher Jay Sha veröffentlichte 2005 eine Studie und wies eine erhöhte Konzentration von Schmerz auslösenden Substanzen (Neuropeptiden) in den Triggerpunkten nach. Außerdem liegt eine starke Übersäuerung und damit ein starker Sauerstoffmangel des Gewebes vor. Nach der Behandlung reduzierte sich die Konzentration der Schmerz auslösenden Substanzen drastisch und auch der pH-Wert normalisierte sich wieder.
  • Triggerpunkte führen zu einer schmerzhaften Einschränkung der Dehnbarkeit des betroffenen Muskels.
  • Triggerpunkte erzeugen eine überraschend große Vielfalt von Symptomen:
    Schmerzen unterschiedlichster Art, Beweglichkeitseinschränkungen, Steiffheit, Schwäche, Taubheit, Brennen, Kribbeln, Kompression von Nerven und Blutgefäßen.

Schmerzausstrahlung von Triggerpunkten im kleinen Gesäßmuskel

 


Schmerzausstrahlung von Triggerpunkten im Kopfwender

Geschichte

Die Pionierin auf dem Gebiet der Triggerpunkttherapie ist die amerikanische Ärztin Dr. Janet Travell.
In den 40er Jahren prägte sie den Begriff der myofascialen Triggerpunkte für die schmerzhaften Knötchen im Muskel. Sie erforschte die sogennanten Übertragungsschmerzmuster (refferred pain patterns).
Dr. Janet Travell veröffentlichte in 1983  zusammen mit David Simons das zweibändige Handbuch der Triggerpunkte. Es handelt sich um eine wissenschaftlich fundiertes Werk über Entstehung und Folgen der Triggerpunkte sowie um eine Dokumentation der Schmerzübertragungsmuster.

Travell und Simons sagen, dass Triggerpunkte die Primärursache für die meisten Schmerzen sind und dass sehr viele Menschen unnötig leiden, weil die Mediziner einfach nicht darüber informiert sind. In Ihrem Buch listen Sie 24 Fehldiagnosen auf, die von Angina über Blinddarmentzündung, Tennisellenbogen, Bandscheibenvorfälle bis zur Migräne reichen.

Ursachen der Triggerpunkte

Triggerpunkte können sich in jedem unserer ca. 600 Muskeln bilden und Schmerzen, Mißempfindungen, Bewegungseinschränkungen und eine überraschend große Vielfalt von Symptomen erzeugen. Sie entstehen durch jede Form von Überbelastung in Arbeit, Sport und Freizeit.

  • Verletzungen wie Knochenbrüche, Zerrungen, Operationen, Narben
  • Überbelastung durch Sport oder einseitige Bewegungen
  • Statikprobleme wie chronische Fehlhaltungen, schlechte Arbeitsplatzergonomie
  • Psychische Belastung wie Stress und Ärger
  • Übersäuerung
  • Bewegungsmangel

Folgen der Triggerpunkte

Durch die Triggerpunkte wird der Durchblutungsmangel des Muskels verstärkt und der Muskel verkürzt sich. Dadurch entsteht eine Überbelastung der Gelenke und Sehnen, die zu Beweglichkeitseinschränkungen und Schmerz führt. Durch den Schmerz wird oft eine Schonhaltung eingenommen, die aber die Fehlhaltung verstärkt und noch mehr in den Schmerz führt. Schließlich kann es durch die Triggerpunkte zu degenerativen Erkrankungen wie Arthrosen der Gelenke kommen.

Folgen und Ursachen liegen dicht beieinander, da es ein Teufelskreis ist, den es zu durchbrechen gilt. 

Triggerpunkttherapie

Eine erfolgreiche Behandlung bedarf der exakten Lokalisation und Auflösung der Triggerpunkte. Durch manuelle Druckanwendung werden die druckschmerzhaften, tastbaren Triggerpunkte aufgelöst und der Muskel von seiner Dauerkontraktion befreit. Meistens ist nach der Behandlung bereits eine Erleichterung zu spüren. Die Druckempfindlichkeit des Muskels nimmt mit fortlaufender Behandlung stark ab.         

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